20100128

Svensk Pizza. Seltsam. Seltsam.





Und schon wieder ist die Woche fast um, unglaublich wie schnell das gehen kann, selbst wenn man kaum beschäftigt ist.

Dienstag hatte ich besuch von Ryan, einem ziemlich netten Ami und wir haben gemeinsam mit Sara (meiner Mitbewohnerin) Pizza gegessen. Allerdings ist Pizza nicht gleich Pizza. Schweden tun seltsame Dinge auf ihre Pizza, zum Beispiel Bananen oder Dönerfleisch und Dönersoße oder Krabben oder Schnitzel oder Erdnüsse oder Soße mit Mett...am Besten alles zusammen. Ne einfache Magherita gibts dafür nicht. Immerhin ist die Pizza sehr frisch gewesen und auch ziemlich günstig.
Ryan war sehr mutig und hat eine Pizza mit Schinken und Banane gegessen...ich war nicht ganz so experementier freudig und nahm eine mit Hähnchen, Erdnüssen und Ananas, was zwar auch komisch klingt, aber wirklich gut geschmeckt hat. Oh,, die Schweden denken übrigens sie hätten den Krautsalat erfunden...sie nennen ihn einfach "Pizzasalat" und schmeißen den dir bei jeder Pizza hinterher.

Gestern hat mein Astrid Lindgren Kurs angefangen und er verspricht sehr spaßig zu werden, denn wann darf man für die Uni schonmal Kinderbücher lesen, Kinderfilme gucken und Ausflüge machen!? Ich freu mich aufjedenfall.

Seit gestern schneit es wieder ununterbrochen. Ich weiß wirklich nicht was das soll. Langsam ist es einfach mal gut mit dem Schnee, so sehr ich ihn eigentlich ja liebe, aber wenn man 3 mal am Tag Dinge aus dem Schnee buddeln muss und die Uni kaum noch sieht auf dem Weg dahin ist wahrhaftig genug.

20100125

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Und schon wieder ist es eine Woche her, das ich was gepostet hab. Schlimm, schlimm, schlimm. Na ja, nun gibt es einfach alles in etwas komprimierter Form, denn die letzte Woche war durchaus ereignisreich.

Die Uni hatte ja nun richtig begonnen und ich hab Vorlesungen und Seminare auf schwedisch. Was meinen Kopf viele Male zum dampfen bringt, aber doch nicht so schwer ist wie befürchtet. Allerdings führt das zu stetiger Müdigkeit.
Das Sprachwissenschafts-Seminar macht sogar Spaß. Die Dozentin ist sehr nett und ein nettes finnisches Mädchen, namens Marjukka hilft mir durch das Sprachchaos.
In meinem schwedisch Kurs muss ich sehr oft an die gute Camilla denken, denn das was wir machen ist so in etwa auf dem Niveau des letzten Kurses. Hier ist es ziemlich witzig die schwedische Sprache mit den verschiedenen Akzenten zu hören. Mein Favorit ist da eindeutig der amerikanische Akzent. Wenn man statt "sprok" auf einem "sprohak" hört, ist das doch sehr unterhaltsam.

Am Samstag gab es ein schniekes "Welcome-Dinner" für alle Austausch Studenten, das besuchte ich auch mit meiner wirklich netten Mitbewohnerin Sara. Dort bekam man dann nicht nur ganz gutes Essen, sondern auch sehr wagemutige Performances der verschiedenen anwesenden Länder zu sehen. Besonders bezaubernd waren die Südkoreanerinen, die sehr sehr niedlich aussahen und einen einstudierten Pop-Tanz vorführten. Die Italiener waren allerdings auch sehr witzig und bewiesen wirklich Humor in dem sie bekloppt zu Matze Knops Luca Toni Song tanzten.
Nachdem Essen ging es mal wieder in die "Slots Stallarna" (eigentlich ja die alten Schloß Stallungen, jetzt aber nen Club auf dem Campus) um ein bisschen Party zu machen, was diesmal sogar wirklich witzig war. Und man glaubt es kaum, aber ich habe endlich Deutsche getroffen die nicht aus dem Süden kommen, sondern aus HANNOVER! Ich wusste nicht, das man sich so darüber freuen kann aus der selben Stadt zu kommen.

Oh und gestern, also Sonntag, hab ich zusammen mit Sara Kartoffelpuffer gemacht und dnach sehr sehr leckeren Schokokuchen mit Vanilleeis gegessen. Das war wirklich großartig, auch wenn mir danach sehr schlecht war.

Diese Woche fing jetzt nicht so gut an, denn ich hab es heute morgen trotz enormer Anstrengungen einfach nicht geschafft mein Bett zu verlassen und so meine erste Veranstaltung versäumt...ich weiß, das ist böse! Aber immerhin hab ich es geschafft einen sehr langen Text auf schwedisch zu schreiben.

20100118

Monki. Uni. Monki. Uni. Monki. Uni. <3


Ich lasse ganz schön schnell nach mit dem regelmäßigen posten. Aber nun gut hier kommt nun endlich der nächste Post.

Die letzten Tage ist auch endlich was passiert.
Es waren "Orientation Days" an der Uni und ich habe jede Menge Menschen getroffen, vorwiegend Amis und Deutsche (allerdings alle aus dem Süden).
Um ein wenig Spaß zu haben nach den endlosen Erklärungen und Willkommensgrüßen, gab es am Freitag Abend gleich eine Party nur für "Exchange Students" in den alten Stallungen des Teleborg Schloßes, das direkt auf dem Campus steht. Dort war ich dann also mit meinen neu erworbenen internationalen Freunden, die da wären: Kate (Ami-Mädchen), Patrick (Ami-Junge), Wes (Ami-Junge), Pascal (deutsch), Christian (deutsch), Christian (deutsch), Luca (Italiener), Edward (Franzose) und einem mir unbekannten Mexikaner. Leider muss ich sagen, das die Musik eher etwas grauenvoll war, zu sehr "shake-ass" mäßig...doch zum Glück gab es eine 2. Etage und auf dieser spielte ein ziemlich zauberhaftes schwedisches Duo netten Folk-Pop.

Morgen fängt die Uni dann richtig an.
Mein erster Kurs und dann gleich auf schwedisch.
Ich beginne meinen Tag morgen nämlich um 10.15 mit: "Sprak, individ och samhälle"...oder zu deutsch und in einfach: Sprachwissenschaft.
Um 14.15 folgt dann der nächste schwedische Kurs: "Filmens form och berättande, en introduktion"....juhu, Filme gucken!!!!

Oh, in Schweden ist gerade dick "Rea", dh "Winterschlussverkauf" und das ist großartig. Man kann soviele schnieke Dinge für so wenig Geld kaufen. Ich hab mich heute erstmal bei Monki mit neuen wundervollen Dingen eingedeckt und hätte noch viel viel mehr kaufen können. Schweden habens echt drauf, was Klamotten-Läden angeht.

20100117

Dance. Dansar. Dance. To. The. Radio.





Dies sind die Fotos zur ersten Nacht auf dem Campus.
Ort: Campus der Linnaeus-Universität Växjö
Tag: Freitag der 15.01.10 <3
mit: oben genannten internationalen Menschen

20100110

Ende Der Woche. End Of The Week. Slut Av Veckan.


Sonntag. Oft ein Graus. Ende der Woche. Ende der ersten Woche ganz allein...nein, das stimmt nicht ich war nicht allein. Dank Shirley und dem Internet und <3 und Athina >
Wobei der heutige Sonntag wirklich in Ordnung war. Er versprach zwar zunächst sehr grau zu werden, aber während dem mittlerweile schon fast zur Routine gewordenen und nicht mehr wirklich erwähnenswerten Ausflügen mit Athina und Shirley lichtet sich das Grau. Schweden zeigte sich von seinen schönsten und abstrusesten Seiten. Heute waren wir in Evedal spazieren, ein netter Flecken Erde direkt am Helgasjö, dem größten See hier in der unmittelbaren Umgebung. Dort sah ich dann das teuerste Haus Växjös, eine wunderhübsche kleine Insel, 3 Rehe, eine Schloßruine und Schnee. Währendessen erzählte Shirley mir von den Eigenarten der Schweden, sehr interessant die Sicht. Und sie darf das, sie ist ja Irin, also praktisch Ausländerin, also sind wir hier 2 aus anderen Kulturen "gefangen" in der Schwedischen. Zum Beispiel wollen Schweden wohl dafür bezahlen sich ein Ei zu leihen, weil sie in niemandes Schuld stehen wollen. Und man lässt sich nicht von seinen Freunden helfen, wenn man den welche hat, weil Schweden vergeben ihre Freundschaft erst nach langer langer Zeit, dann aber für immer, sondern von Profis, es gibt Therapeuten für alles. Sehr seltsam.


Schon nach einer Woche habe ich so viele schöne Orte gesehen. Wie es in einer Stadt, die alles hat was eine Stadt ausmacht, noch soviel großartige grüne Flecke geben kann, ist mir ein Rätsel.

Dabei entstehen in meinem Kopf so viele kleine Märchen, so viele Geschichten, so viele Bilder, so viele Rätsel, so viele vergangene Momente. Da ist so viel Erlebtes und Verpasstes und Vergangenes und Kommendes...ach, ich werd noch ganz philosophisch. Und Schuld ist die Schloßruine.

20100108

Eine Woche Minus Eins.

Morgen bin ich seit einer Woche in meinem neuen Zuhause auf Zeit. Also, eine Woche minus Eins. Die letzten 2 Tag waren in gewisser Hinsicht sogar recht produktiv. Gestern wurde schwedisch gesprochen (eine Pizza bei Charlie, so heißt der angeblich beste Pizzaladen, der ganzen Stadt, bestellt) und heute mal wieder durch den Schnee gestapft mit Shirley und Hund. Dabei ist mir aufgefallen wie wirklich wirklich wunderschön die schwedische Natur ist. Wir waren natrülich wieder in einem Wald und der war voll von Schnee und man sollte meinen das ein Wald im Schnee nichts besonderes sei, wenn man die Woche bereits in einem Wald mit Schnee war. Und doch dieser Wald mit Schnee war besonders. Es war nämlich ein ganz anderer Wald. Mit Birken und Buchen und alten Militärübungshütten und einem Bienenparadis. Ja, die Schweden bauen ein Bienenparadis, für Bienen die nicht stechen und unter der Erde wohnen...komische Bienen.



Athina




Noch ein seltsames Erlebnis diese Woche war ein schwedischer Lidl. Ich weiß nicht wieso, aber hier gibs Lidl. Und um mein armes kleines mittlerweile sehr weißes Auto zu bewegen, fuhr ich zu Lidl. Und ich muss sagen Lidl war noch nie so spannend. Es gab deutsches Brot (sehr wichtig), Salatköpfe für 2,60 Euro, tratschende Schweden mitten auf dem Gang, Unmengen schwedischen Käse und alles war groß und sauber und nett.



der nächste schwedische Wald
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20100107

Ah! Ah! Ah! Isolation!

Ich hab schon fast die Übersicht verloren. Welcher Tag? Welches Datum? Welches Land? Welches Leben? Was zur Hölle ist überhaupt los? Mein PC war tot, er hatte seine erste Nahtod Erfahrung, dank eines freundlichen Virus, der ihn einmal komplett getötet hat!
Na ja, jetzt hab ich ihn zwar zurück, aber ohne meine ganze Musik...das bedeutet einen sehr sehr langen Leidensweg...keine Musik...ich könnte heulen. Immerhin konnte ein freundlicher schwedischer Junge mir ein paar meiner Fotos retten und meinen PC überhaupt wieder beleben. Danke, danke, danke.

Ja, zu erzählen gibs jetzt allerdings relativ wenig.
Ich bevorzugte es nämlich meine Tage voller Selbstmitleid über den Verlust meines PC (und auf grund einiger andere Dinge) zu verbringen und mich von meinem Lieblingsbuch trösten zu lassen. (Trapez <3)

Fotos folgen bald...

20100104

Klappe, die Dritte. Von grau zu bunt.

Da ist er nun also, der dritte Tag.
Eigentlich war er eingeplant zum Erkunden der Umgebung und sinnlosem Geld ausgeben, doch hatte scheinbar der schwedische Winter was dagegen. Dieser beschloß nämlich einfach mal die Sonne nicht aufgehen zu lassen und ward der Tag sehr sehr grau, den einzigen farblichen Akzent bildeten ein paar mickrige Schneeflocken, die sich jetzt allerdings auch schon wieder verkrümmelt haben.

Also greife ich auf alt bewährte Unterhaltungsmethoden zurück und stelle ein weiteres mal fest wie großartig doch der ein oder andere Musiker ist. Man beachte nur Kettcar mit Balu -
Vergiss Romeo und Julia,
Wann gibt's Abendbrot?
Willst du wirklich tauschen?
Am Ende waren sie tot,
Ich werd' immer für dich da sein,
Bist du dabei?
In dem Gefühl, wir wären zwei.




20100103

Athina und die Astronauten.

Athina und die Astronauten, davon war der zweite Tag hier in Schweden geprägt.
Ich bin nämlich unter die Astronauten gegangen, jedenfalls fühlte ich mich so nach meinem erste Skype-Telefonat mit meinen Eltern. Komisches Zeugs. Und Athina ist der Hund meiner Vermieter. Athina und ich, die Astronautin sind nämlich heute zusammen mit Shirley (meiner sehr fürsorglichen Vermieterin) im Fyllerydskogen auf Wanderschaft gegangen. Einer sehr frostige und glitzernde Angelegenheit. Hier herrschen nämlich seit einigen Tage mehr als frostige Temperaturen und da wandelt der einst weiche und flauschige frisch gefallene Schnee ein wenige seine Form und wird frostig glitzerig, sehr schön. Jetzt hab ich öfter mal ein "wir laufen mit dem Hund durch den Wald Date" (damit ich auch an die frische Luft komme, die hier in Schweden wirklich ausnehmend frisch und wohlduftend ist).

Astronauten




Fyllerydskogen

20100102

Nun doch ein Blog. Danke, schwedischer Winter.

So, jetzt werde ich mich auch mal am Erstellen eines Blogs versuchen.
Es gibt sicher nie eine günstigere Gelegenheit. Wann ist man schonmal für ein halbes Jahr in Schweden, ganz allein und wird mit Sicherheit viele erwähnenswerte Dinge erleben und vorallem wann wird es denn mal schon um 15.30 dunkel...richtig jeden Tag im Winter in Schweden.

Nun bleibt nur die Frage, was denn seinen Weg auf dieses Seitchen finden wird.
Hm, aller Hand Zeugs welches mir hier in Schweden begegnet. Seien es Orte, Menschen, Dinge, unglaubliche Abenteuer oder aber auch Langeweile und Heimweh.

Zu Beginn ein paar Impressionen.